Montag, 18. Dezember 2017

Nach dem Aufschwung im Herbst ist auch vorerst kein Wintertief auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna zu befürchten. Es gibt noch viele offene Stellen. Das ist jedoch nicht immer nur eine gute Nachricht.

Der Herbstaufschwung war da. Besonders im Oktober verbuchte der Kreis Unna positive Zahlen in Sachen Arbeitslosigkeit. Auch der November konnte noch einmal eine positive Entwicklung zeigen. „Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna ist sehr stabil, was die hohe Kräftenachfrage belegt. Allerdings folgen daraus auch Probleme“, sagt der Chef der Arbeitsagentur, Thomas Helm.

Quote hat sich verbessert

Insgesamt waren im November 15.378 Menschen im Kreis Unna arbeitslos gemeldet. Daraus berechnet sich eine Quote von 7,4 Prozent. Im Oktober 2017 lag diese Quote bei 7,5 Prozent, im November 2016 bei 7,8 Prozent.

In vielen Bereichen geht es aufwärts

Die Zahl der Arbeitslosen jungen Menschen ist gesunken. Insgesamt leben derzeit 1.094 Arbeitslose unter 25 Jahren im Kreis Unna. Das sind 9,5 Prozent weniger als im Oktober (1.209 Arbeitslose) und 0,1 Prozent weniger als im November 2016 (1.095).

Die Zahl der Arbeitslosen Menschen über 50 Jahre verschlechterte sich minimal. 5.102 Menschen über 50 Jahre waren im November 2017 arbeitslos. Das bedeutet im Vergleich zum Oktober 2017 eine Verschlechterung von 0,4 Prozent (20 Arbeitslose mehr), im Vergleich zum November 2016 aber eine Verbesserung von 5,2 Prozent (282 Arbeitslose weniger).

3.688 Arbeitslose haben zudem im Kreis Unna keinen deutschen Pass. Das sind im Vergleich zum Oktober 0,5 Prozent (35 Arbeitslose) weniger. Im Vergleich zum November 2016 bedeutet das eine Abnahme von 4,4 Prozent (170 Arbeitslose).

Noch immer sind 3.500 Stellen offen

Im Kreis Unna gibt es derzeit noch circa 3.500 offene Stellen. Das sind ein Drittel mehr als noch im Vorjahr. „Es sind natürlich viele Möglichkeiten vorhanden. Aber aktuell scheint es, als würden diese Unternehmen nicht die richtigen Fachkräfte finden“, sagt Helm.

Das sind die Probleme im Kreis Unna auf dem Arbeitsmarkt

Aus diesem Grund hält die Arbeitsagentur Fördermittel bereit, um aus Hilfskräften mit Weiterbildung Fachkräfte auszubilden. „Wir müssen schauen, dass die Stellen mit Mitarbeitern aus dem bestehenden Betrieb besetzt werden können“, sagt Helm.

Arbeitslosenquoten der Nachbarkreise

  • Stadt Dortmund: 10,4 Prozent
  • Kreis Recklinghausen: 9,8 Prozent
  • Hamm: 7,8 Prozent
  • Kreis Unna: 7,4 Prozent
  • Stadt Hagen: 7,4 Prozent
  • Märkischer Kreis: 6,1 Prozent
  • Kreis Soest: 5,2 Prozent
  • Kreis Coesfeld: 2,8 Prozent

NRW und Deutschland

  • Region Ruhrgebiet: 9,8 Prozent
  • NRW: 7,0 Prozent
  • Deutschland: 5,3 Prozent
  • Südwestfalen: 5,0 Prozent
  • NRW – Region Münsterland: 4,2 Prozent
  • Ostwestfalen-Lippe: 5,5 Prozent

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