Sonntag, 20. Mai 2018

In der Nacht von Sonntag (20. Mai) Auf Montag (21. Mai) öffnen die evangelischen Kirchen im Kreis Unna bei der „Nacht der offenen Kirchen an Pfingsten“ die Pforten. Doch der meist besuchte Ort der letzten Jahre fehlt 2018.

Um die Schönheit der Altäre, der Architektur oder der Wandbilder der Kirchen zu betrachten, muss man kein Stammgast auf den Holzbänken im Gottesdienst sein. Die Nacht der offenen Kirchen ermöglicht zahlreichen Besuchern, die Kirchen in einem anderen Licht zu erleben. Denn es ist eine Sache, dem Pastor am Sonntag morgens zuzuhören. Eine ganz andere Betrachtung ergibt sich aber in der Nacht, wenn das Licht sein Übriges zur Atmosphäre beiträgt. „Das war in den letzten Jahren schon immer etwas ganz Besonderes“, sagt Dietrich Schneider vom Evangelischen Kirchenkreis Unna

Kirchen in einem anderen Licht sehen


Im Jahr 2004 rief die Evangelische Kirche Westfalen die „Nacht der offenen Kirchen“ ins Leben. Alle zwei Jahre öffneten sich seitdem die Türen der Landeskirchen in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag. Dabei laden die Gemeinden zu verschiedenen Veranstaltungen – Theater, Konzerte, Ausstellungen, Meditationen und zu Essen und Trinken – ein.

Eigentlich eine schöne Veranstaltung. Aber vor zwei Jahren beendete die Evangelische Kirche dieses Format. Die Besucherzahlen gingen stetig zurück. Nicht jedoch im Kreis Unna. Hier öffnen auch 2018 die Evangelischen Kirchen ihre Pforten. „Das ist eine schöne Geschichte. Die Gemeinden haben signalisiert, dass der Besucherrückgang im Kreis Unna nicht sonderlich zu beobachten war. Aus diesem Grund sind wir als Evangelischer Kirchenkreis Unna  dabei“, sagt Schneider. Unnas Pfarrerin Barbara Dietrich habe nach der Entscheidung der Evangelischen Kirche, die „Nacht der offenen Kirchen“ nicht mehr fortzuführen, dagegengelenkt. „Sie hat sich dafür eingesetzt, dass wir im Kreis Unna weitermachen, da unsere Veranstaltungen weiterhin gut besucht waren“, sagt Schneider.

Evangelischer Kirchenkreis Unna will weitermachen

Im Allgemeinen muss jeder Kirchenkreis in Westfalen selber entscheiden, ob er bei der Veranstaltung mitmacht. Schneider versteht, dass einige Kreise sich dagegen entschieden haben. Von 2004 bis 2016 hat sich das Format nicht sonderlich geändert. Bei den Besucherzahlen gab es große Unterschiede. „Im Kreis Unna war aber sehr schnell klar, dass wir das weiter machen“, sagt Schneider.

In den Städten Bergkamen, Kamen, Holzwickede, Fröndenberg und Unna finden verschiedene Veranstaltungen statt. Offenes Singen, Mitbring-Tafel, ökumenische Begegnungen, Grillen oder Wanderungen. Ganz besonders aber wird es, wenn die Sonne untergegangen ist und die Besucher die Kirchen in ihrem besonderen und anmutigen Licht genießen.

Evangelische Stadtkirche war „Tabellenführer“

Die in den letzten Jahren meistbesuchteste Kirche in ganz Westfalen steht übrigens in Unna. Leider wird sie in diesem Jahr kein Teil der „Nacht der offenen Kirchen“ sein. Die Evangelische Stadtkirche in Unna wird voraussichtlich noch für einige Woche für die Öffentlichkeit geschlossen bleiben. „Das ist natürlich schade. Mit knapp 3000 Besuchern war unsere Stadtkirche noch vor Münster, Bielefeld und Paderborn am meisten besucht“, sagt Schneider.

Das ausführliche Programm der Kirchengemeinden im Kreis Unna könnt ihr euch auf der Internetseite des Evangelischen Kirchenkreises ansehen. 

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