Donnerstag, 16. August 2018

Der Ausbau der B1 zur Autobahn A40 ist am Montag (6. August) offiziell gestartet. Insgesamt 9,5 Kilometer ist die „neue“ Strecke lang. Der erste Bauabschnitt bedeutet darüber hinaus kaum Einschränkungen für Autofahrer.

Rund 80.000 Fahrzeuge nutzen die B1 momentan – pro Tag. Das sorgt häufig für lange Staus und stockenden Verkehr. Mit dem Ausbau der B1 zur Autobahn soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden. „Der Beginn des Ausbaus ist ein Meilenstein für die gesamte Region“, betonte Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der Auftaktveranstaltung.


Vor allem Dortmund und der Kreis Unna werden davon profitieren, erklärt der Minister weiter. Vorbereitende Maßnahmen wurden bereits in den vergangenen Monaten getroffen. Jetzt also geht es los mit dem ersten von drei Bauabschnitten.

Brücken werden für B1-Ausbau abgerissen

Der beinhaltet vor allem den Abriss und Neubau von insgesamt 14 Brücken und Bauwerken entlang der 9,5 Kilometer langen Strecke. Zuerst ist die Brücke in Sölde dran. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich nur geringer Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer mit sich bringen. Das liegt daran, dass die neue Brücke direkt neben der alten gebaut wird, über die währenddessen noch der Verkehr fließen kann.

Unter anderem müssen für den B1-Ausbau auch die drei Tankstellen entlang der Strecke weichen. Und auch Vollsperrungen werden im weiteren Verlauf der Bauarbeiten nicht zu vermeiden sein, wie Michael Zarth, Leiter Kommunikation der Planer von Deges, im April gegenüber Dortmund24 sagte. Diese sollen allerdings an Wochenenden stattfinden.

Umbau kostet 105 Millionen Euro – Bund zahlt

Insgesamt kostet der Umbau 105 Millionen Euro, die vom Bund zur Verfügung gestellt werden.

„Wir investieren in die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur“, erklärt Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministeriums anlässlich des Baubeginns. „Das Projekt führt zu mehr Mobilität in der Region. Damit sorgen wir für mehr Lebensqualität, mehr Verkehrssicherheit und mehr Wirtschaftswachstum.“

Stadt Dortmund sucht Lösung für Gebiet an Stadtkrone-Ost

Wann der erste Bauabschnitt beendet sein soll, kann noch nicht abgesehen werden. Der zweite Abschnitt befasst sich vor allem mit dem Anschluss zur A44 direkt am Kreuz Dortmund/Unna. Klar ist bisher nur, dass der dritte und letzte Bauabschnitt noch von der Stadt Dortmund umstritten ist.

Dafür soll die Fahrbahn an der Stadtkrone-Ost ausgebaut werden. Die Stadt möchte jedoch verhindern, dass dort meterhohe Lärmschutzwände aufgebaut werden. Daher will die Verwaltung das Land NRW bitten, diesen Bauabschnitt zeitlich auszusetzen, damit eine geeignete Alternative gefunden werden kann.

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