Montag, 18. Dezember 2017

Die Kreisverwaltung vom Kreis Unna hat die Kosten für die Abfallentsorgung im Jahr 2018 kalkuliert. Gute Nachrichten: Es wird im kommenden Jahr günstiger. 

Deckel auf. Die Plastiktüte zusammenknüllen und ab in die Mülltonne. Da ist für die meisten das Thema Müll schon erledigt. Okay, der ein oder andere bringt dann auch noch die Mülltüte nach draußen und wirft sie in die Tonne. Ganz fleißige Mitmenschen stellen dann auch noch die Tonne nach vorne an die Straße. Aber spätestens dann ist das Thema für den Einzelnen zu den Akten gelegt. Für andere beginnt die Arbeit dann allerdings erst. Der Kreis Unna hat nun die Abfallgebühren für das Jahr 2018 kalkuliert und eine gute Nachricht parat. Die Kosten sinken. Die Kehrseite der Medaille ist aber auch präsent: Es gibt mehr Müll.

Kreis kann kosten einsparen

Im Jahr 2017 gab der Kreis Unna insgesamt 22,9 Millionen Euro für die Abfallentsorgung aus. Im Jahr 2018 rechnet man mit 20,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten sinken demnach um 12,8 Prozent. Der einzelne Bürger spart um die 6,75 Euro im Jahr.

Kosten für Restmüll sinkt

Im Jahr 2017 kostete die Restmüllentsorgung pro Tonne 271 Euro. Im Jahr 2018 kalkulieren die Zahlenjongleure des Kreises mit 230,41 Euro. Der Grund ist einfach: Die Kosten für die Müllverbrennung sind gesunken. „Die alten Verträge sind ausgelaufen. Neue Verträge mit neuen Kosten konnten ausgehandelt werden“, erklärt Andreas Hellmich von der GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna). Der Restmüll im Kreis Unna wird zur MVA (Müllverbrennungsanlage) Hamm gebracht.

ARCHIV - Ein Müllauto der Münchner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) steht am 26.03.2014 in München in einer Halle. Die Preisunterscheide für die Müllabfuhr im Norden sind hoch. Wie aus einer Untersuchung der 100 größten Städte in Deutschland hervorgeht, zahlt eine vierköpfige Familie in Flensburg mit 135 Euro für eine Leerung alle 14 Tage - auch bundesweit - am wenigsten pro Jahr. Foto: Sven Hoppe/dpa (zu dpa «Müllabfuhr in Flensburg bundesweit am günstigsten» vom 22.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
Neue Verträge mit der Müllverbrennungsanlage und bessere Preise für Altpapier – das sind die Gründe für die günstigeren Abfallgebühren. Foto: Sven Hoppe/dpa

Beim Bioabfall hingegen sind die Kosten leicht gestiegen. 2017 koste die Entsorgung einer Tonne Bioabfall 103,21 Euro. Im kommenden Jahr steigt der Preis für die Entsorgung der Tonne Bioabfall auf 110,43 Euro.

Sperrmüll und Altpapier

Habt ihr noch alte Möbel auf dem Dachboden oder im Keller und wollt diese loswerden. Im Jahr 2018 sinkt die sogenannte leistungsbezogene Gebühr für Einwohner von 83,90 Euro (2017) pro Tonne auf 76,08 Euro pro Tonne Sperrmüll.

Zuletzt gibt es noch gute Nachrichten für die Altpapierverwertung. Denn für 2018 steigt der Preis von 85,57 Euro auf 93,56 Euro pro Tonne. Das kommt dem Kreis ebenfalls zugute. Das Altpapier hat für die ganze Rechnung rund um die Kosten eine sehr wichtige Rolle. Der Gewinn durch den Verkauf von Altpapier sorgt dafür, dass die Kosten für die Entsorgungen stabil bleiben. „Auch durch den erhöhten Preis bei der Tonne Altpapier, haben wir für 2018 diese Kalkulation mit den verringerten Kosten“, sagt Hellmich von der GWA. Der Kreis Unna kann durch den Verkauf von Altpapier insgesamt 2,7 Millionen Euro einsparen.

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