Freitag, 20. April 2018

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat seinen Masterplan für die Autobahnen vorgestellt. Für Unna gibt es gute Nachrichten. Das Kreuz Dortmund/Unna wird endlich umgebaut, außerdem rückt der A44-Ausbau in erreichbare Nähe. 

Der Masterplan soll als Planungs- und Steuerungsinstrument dienen. Und hier ist festgelegt, um welche Maßnahmen sich die Landesregierung sofort kümmern möchte. „Die Vielzahl der Projekte zeigt: Der Investitionsstau ist so groß, dass nicht alle Maßnahmen gleichzeitig gebaut werden können. Die Straßenbauverwaltung konzentriert sich zunächst auf Projekte zur Engpassbeseitigung“, sagt Minister Wüst. Und genau diese Engpässe gibt es rund um Unna in geballter Form.


Der Masterplan soll aber mehr sein als nur ein paar Blätter Papier. Die Landesregierung erhofft sich dadurch, dass die Bauarbeiten schneller abgeschlossen werden können als bisher. Dafür setzt sie auch auf den Dialog mit den Bürgern. „Mit dem Masterplan schafft die Landesregierung eine neue Transparenz über Projekte und ihre Abläufe. Die Landesregierung zeigt, was sie tut. Und sie muss tun, was sie zeigt“, so Wüst.

Bis zum Jahr 2030 sollen mehr als 20 Milliarden Euro in 200 Straßen in Nordrhein-Westfalen investiert werden. Im Kreis Unna herrscht an vielen Stellen „vordringlicher Bedarf mit Engpassbeseitigung“. Was kryptisch klingt, ist das Behördensiegel für: Alles ist kaputt und muss dringend neu gemacht werden. Und genau hierunter fallen gleich zwei Projekte an, die Unna direkt betreffen.

Kreuz Dortmund/Unna soll bis 2024 fertig sein

Das Autobahnkreuz Dortmund/Unna, das die A44 mit der A1 verbindet, ist derzeit als Kleeblatt angelegt. Das heißt: Autofahrer können in alle Richtungen düsen. Dies soll sich ändern, um den Verkehr zu entlasten. Statt eines Kleeblatts hat das Autobahnkreuz dann Überflieger. Und das bedeutet nichts anderes als Spuren, auf denen keine anderen Fahrzeuge fahren und mit denen die A44 zügig verlassen werden kann. Im Umkehrschluss erhoffen sich die Planer weniger Stau.

Außerdem muss die Brücke, die im vergangenen Jahr geflickt wurde, neu gebaut werden. Das wird laut Bundesverkehrswegeplan 135,2 Millionen Euro kosten. Und dank des neuen Mobilitätsplans gibt es jetzt auch ein Zeitfenster. Der Bau des Kreuzes soll bis zum Jahr 2024 abgeschlossen sein.

Sechsspuriger Ausbau der A44 bis Werl

Künftig soll es zwischen Werl und Dortmund sechs Fahrstreifen plus Standstreifen geben. Das betrifft einmal die A44 selber und dann noch den Bereich hinter dem Kreuz Dortmund/Unna Richtung Dortmund, wo die bisherige B1 zur A40 werden soll. Hier sind erste Bauarbeiten bereits Ende Dezember gestartet.

Das Mammutprojekt hat zwar keinen vordringlichen Bedarf mit Engpassbeseitigung, wird aber vom NRW-Verkehrsministerium teilweise in den vordringlichen Bedarf geholt. Für Autofahrer bedeutet das in den kommenden Jahren zwar noch mehr Stau, aber mit Fertigstellung erholt sich die Situation hoffentlich.

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