Sonntag, 20. Mai 2018

Dass man sein Handy am Steuer nicht benutzen sollte, sollte eigentlich jedem klar sein. Offenbar scheren sich viele Unnaer aber nicht darum, welche Konsequenzen die digitale Ablenkung haben kann. Die Polizei jedenfalls ist erschrocken darüber, wie häufig die Hand im Auto am Telefon klebt.

Denn das Handy am Steuer ist ein häufiger Grund für Unfälle. Aus diesem Grund haben die Polizeibehörden in Unna, Hamm und Soest am Dienstag (15. Mai) einen gemeinsamen Einsatz zur Bekämpfung der Unfallursachen Geschwindigkeit und Ablenkung durch Mobiltelefone durchgeführt.


Dabei achteten die Beamten zwischen 10 und 18 Uhr an Örtlichkeiten in Unna und Schwerte hauptsächlich auf Verstöße gegen die Benutzung von Handys. In Bergkamen und Kamen fokussierte sich die Polizei auf Geschwindigkeitsverstöße.

Fahrer telefonierten und schrieben Nachrichten

Erschreckend fand die Polizei dabei wieder die hohe Anzahl von Fahrern, die während der Fahrt telefonierten. Immer öfter beobachten die Beamten auch, dass Fahrzeugführer auch Nachrichten schreiben oder lesen. Erst in den anschließenden Gesprächen werde vielen der Personen laut Polizei bewusst, dass sie in diesem Moment eine Strecke im Blindflug zurücklegen.

Insgesamt fertigte die Polizei 51 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Benutzung von Mobiltelefonen. Außerdem stellte sie 318 Geschwindigkeitsverstöße fest. Zehn davon lagen dabei in einem Bereich, den die Polizei nicht mehr durch ein Verwarnungsgeld ahnden konnte. Diese Fahrer erhalten in nächster Zeit Post von der Bußgeldstelle.

Trauriger Tagessieger war am Dienstag ein Kradfahrer, den die Polizei mit einer Kawasaki Ninja auf der Westicker Straße in Kamen in einer 50er Zone mit 123 km/h erwischte. Außerdem sprachen die Beamten vier Verwarnungen wegen Gurtverstößen und Fahrens über Rot aus.

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