Montag, 18. Dezember 2017

Für das kommenden Wochenende ist der nächste Schnee für den Kreis Unna angesagt. Dann könnten die Straßen glatt werden, Unfälle drohen im schlimmsten Fall. Wie bereitet sich der Kreis eigentlich darauf vor? 

Für Minusgrade, Eis und Schnee sind die Mitarbeiter des Kreis-Bauhofs gewappnet: Die beiden Silos sind mit insgesamt rund 500 Tonnen Salz gut gefüllt. Auf rund 220 Kilometer Kreisstraßen sind dann, wenn die Wetterlage extrem ist, ein gutes Dutzend Mitarbeiter auf fünf Fahrzeugen im Einsatz.

Silo Bauhof: Die Salzlager sind gefüllt: In diesem Silo lagern 250 Tonnen. Insgesamt werden am Kreis-Bauhof in beiden Silos 500 Tonnen bereitgehalten und bei Bedarf auf die Fahrzeuge verteilt. Foto: Max Rolke/Kreis Unna

„Das Salz wurde bereits im Sommer eingelagert, die Dienstpläne für den Winterdienst stehen seit September fest“, sagt der für die Unterhaltung der Kreisstraßen zuständige Sachgebietsleiter Jürgen Busch.

Das Streu-Prinzip

Gestreut wird beim Kreis nach dem Prinzip „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Dabei kommt Feuchtsalz zum Einsatz, das am Fahrzeug angemischt wird: „In dem Moment, in dem das Salz auf dem Streuteller landet, wird es mit Sole besprüht“, so Busch. Der Vorteil sei dabei, dass das Salz auf der Fahrbahn nicht weggeweht werde. So würden weniger Streumittel benötigt. „Und das schont Umwelt und Finanzen“, meint Busch.

Winterdienst Unimog: Die Fahrzeuge sind einsatzbereit und gut sichtbar mit „Winterdienst“ gekennzeichnet. Foto: Max Rolke/Kreis Unna

Weil die Kreis-Mitarbeiter nicht an allen Stellen gleichzeitig sein können, gibt es beim Streuen eine Prioritätenliste. Steigungen beispielsweise bearbeitet der Kreis vorrangig. Es gibt übrigens keine gesetzliche Streu- und Räumpflicht für Kreisstraßen, heißt es vom Kreis.

Gezielt streuen

„Wir wissen aber natürlich, wie gefährlich glatte Straßen sind, und sind im Regelfall zwischen 4 und 20 Uhr unterwegs, wenn es drauf ankommt“, unterstreicht der Sachgebietsleiter, der gleichzeitig um Verständnis bittet, wenn es an der einen oder anderen Stelle mal etwas länger dauert, bis freie Fahrt ist.

Grundsätzlich sollten Autofahrer bei winterlichen Straßenverhältnissen langsam und besonders vorausschauend fahren. Denn nur, wer mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs ist, kann noch rechtzeitig reagieren.

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