Donnerstag, 19. Juli 2018

Meist sehen wir sie nicht. Doch Ratten leben unter uns. Auch in Unna gibt es ein an einigen Orten Probleme mit den Nagetieren. Doch wo sind die Kammerjäger in den vergangenen Jahren in Unna auf Rattenjagd gegangen?

In Unna gibt es mehrere Orte, an denen Einwohner schon häufiger Ratten beobachtet haben. Der Spielplatz an der Salinenstraße in Königsborn hat seine besten Zeiten hinter sich. Seit insgesamt vier Jahren gilt er eigentlich als stillgelegt. Der Grund: Dort leben Ratten. Und die Mitarbeiter des Ordnungsamts bekommen das Problem nicht in den Griff. Das Auslegen von Ködern hat immer nur phasenweise geholfen. Die Ratten sind stets wiedergekommen.

Ratten folgen dem Menschen


Auch die Gartenvorstadt im Süden von Unna hat ein Rattenproblem. Im Bereich der Eichenstraße, Ahornstraße und Buchenstraße arbeitet das Ordnungsamt mit der Wohnungsgesellschaft LEG zusammen. Es gibt zwei Theorien über das Rattenproblem: Der Müll könnte, wie so häufig, schuld sein. Allerdings könnte auch die Renovierung der Kanäle im Jahr 2017 sehr viele Ratten aufgescheucht haben.

Auch im Bereich des Kastanienhofs gab es in den vergangenen Jahren häufiger Berichte über die Nagetiere. „Generell müssen Besitzer und Hauseigentümer dafür sorgen, dass die Ratten bekämpft werden – doch hier bietet das Ordnungsamt im Zusammenarbeit mit einer Fachfirma stets seine Hilfe an“, sagt Stadtsprecherin Katja Sahmel.

Die Stadt ist der ideale Lebensraum

Dass Ratten in den Städten einen idealen Lebensraum finden, ist kein Geheimnis. Wie so oft trägt der Mensch eine Teilschuld. Die Tiere finden in der Kanalisation, den Parks und Gärten der Städte ausreichend Platz, um zu überleben. Ganz wichtig für die Nager: Sie finden Nahrung – dabei essen sie nicht nur Getreide. Sie ernähren sich auch von Essensresten. Vor allem von weggeworfenen Resten aus Mülltonnen.

Die Tiere sind auch gesundheitlich ein Problem. Über Kot und Urin können sie bis zu 70 Krankheiten übertragen. Aus diesem Grund werden die Schädlinge auch von den Städten und Kommunen im Kreis Unna bekämpft. Das ist nicht ganz billig: Die Stadt Unna gibt im Jahr circa 25.000 Euro für die Schädlingsbekämpfung in der Kanalisation aus.

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