Dienstag, 21. November 2017

Hören statt Sehen – darum geht es beim ersten Concert in the Dark in Unna. Posaunist Shawn Grocott bringt ein eigens für den Säulenkeller des Lichtkunstmuseums entwickeltes Programm mit. 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Oder wie im Fall des Concert in the Dark eben keine Schatten. Denn das Konzert am 20. Oktober wird in völliger Dunkelheit stattfinden. Die Besucher bekommen Verdunkelungsbrillen und werden zu ihren Sitzplätzen begleitet.

Das Dinner in the Dark ist ja eher ein alter Hut. Dabei bekommen die Menschen in absoluter Dunkelheit Speisen auf den Teller. Das soll den Geschmackssinn schärfen. Die Idee beim Concert in the Dark ist ähnlich. Hier soll das Gehör angesprochen werden.

Concert in the Dark im Lichtkunstmuseum

Kurioserweise findet das Konzert im Lichtkunstmuseum statt, wo es, wie der Name schon sagt, um Licht geht. Aber keine Sorge, Besucher können das Museum in einer kurzen Einführung entdecken.

Der besondere Clou an diesem Konzept sind neben der Ausklammerung optischer Reize auch das Konzertprogramm und die Besetzung des Ensembles, denn beides bleibt bis zum Ende des Konzertes geheim. Der Ensembleleiter Shawn Grocott, der dieses Veranstaltungsformat auch konzipiert hat, schafft damit einen besonderen Zugang zur Musik. Außerdem, so viel sei vorab verraten, wird der Raum in seiner Gesamtheit von den Musikerinnen und Musikern genutzt.

Das Publikum wird an diesem Abend Teil eines Raumklang-Projektes und kann die musikalischen und räumlichen Aspekte eines Konzertes auf eine außergewöhnliche Weise erfahren.

Das Concert in the Dark findet am 20. Oktober im Zentrum für Internationale Lichtkunst, Lindenplatz 1, statt. Karten gibt es für 18,90 Euro im Vorverkauf und 21,90 Euro an der Abendkasse. Karten gibt es am i-Punkt Unna 02303/10 37 77 und an allen Hellweg-Ticket-Verkaufsstellen.

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