Dienstag, 19. September 2017

Wer mit dem Rad in Unna unterwegs ist, kommt am Königsborner Tor kaum vorbei. Ob Richtung Königsborn, Kreishaus oder zu den Schulzentren – hier verdichtet sich der Radverkehr. Schade nur, dass die Strecke über die Friedrich-Ebert-Straße und Hammer Straße direkt vor dem Königsborner Tor eine beliebte Stauumfahrung ist. Das soll sich jetzt ändern.

Die Stadt Unna hat vor dem Königsborner Tor eine Verkehrszählung gemacht. Morgens und nachmittags waren in je 1,5 Stunden zwischen 59 und 82 Fahrzeuge unterwegs. Der überwiegende Teil davon war in Richtung Viktoriastraße. Außerdem nutzen etwa 10 Prozent der Fahrzeuge das Königsborner Tor als Möglichkeit zum Ein- und Ausstieg.

Sperrung wird kommen

Die SPD-Ratsfraktion hat daher beantragt, dass die Strecke für Autos gesperrt wird. Drei verschiedene Möglichkeiten stehen dafür im Raum, die mit den Anwohnern vor allem der Hammer Straße diskutiert wurden.

  1. Sperrung der Durchfahrt zwischen den vorhandenen Baumbeeten: Zum Harger Zentrum würden die Kunden dann nur noch über die Hammer Straße kommen. Die Anlieger der Hammer Straße 2 fahren ebenfalls über die Hammer Straße. Es wird erwartet, dass dadurch die Verkehrssicherheit am höchsten steigt, da keine kreuzenden Verkehrsströme vorhanden sind.
  2. Sperrung der Durchfahrt unmittelbar westlich vor der Parkplatz-Zufahrt Harger Zentrum: Hierbei handelte es sich um einen Kompromiss, um die umwegfreie Zufahrt zum Stellplatz für die Anlieger Hammer Straße 2 von der Innenstadt aus zu gewährleisten. Das Wenden am Ende der Sackgasse wird dadurch allerdings schwierig. Der Anlieger der Hammer Straße 2 würde außerdem weiter nur über die Hammer Straße zu seiner Garage kommen.
  3. Sperrung der Kfz-Durchfahrt unmittelbar östlich der Parkplatz-Zufahrt Harger Zentrum: Mit dieser Lösung können sich die Anlieger Hammer Straße 2 und Harger Zentrum am ehesten anfreunden. Die positiven Effekte durch eine Sperrung für die Fußgänger und Radfahrer wären damit allerdings dahin. Denn die kämen sich weiter mit den Autos in die Quere. Damit würde das Ziel einer verbesserten Verkehrssicherheit nicht gewährleistet.

10.000 Euro für die Neugestaltung

Die Verwaltung bevorzugt Lösung eins, da diese sowohl sicher als auch einfach und klar sei. Deshalb wurde diese Alternative auch weiter ausgearbeitet. Es soll im Baumtor einen Poller vor dem Haus Hammer Straße 2 geben, der mitten auf der Fahrbahn steht. Dadurch werden die Hammer Straße von der einen und die Friedrich-Ebert-Straße von der anderen Seite zu Sackgassen. Fußgänger und Radfahrer kommen aber nach wie vor durch und können in alle Richtungen fahren.

Die Maßnahme soll circa 10.000 Euro kosten, die aus dem laufenden Budget der Stadt finanziert werden. Neben dem Poller sollen Fußgänger- und Radweg mit rotbraunem Betonsteinpflaster hervorgehoben werden. Feuerwehr und Stadtbetriebe haben gegen die Planung keine Einwände.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung entscheidet am Mittwoch, 13. September, über den Vorschlag.

Kommentare

ANZEIGE