Montag, 18. Dezember 2017

Seit 2014 können Autofahrer nur noch auf einer Spur in den Kreisverkehr am Kreishaus fahren. Das Thema Sicherheit spielte in der Entscheidung damals eine tragende Rolle. Mittlerweile ist der lange Rückstau aber für viele ein Ärgernis. Die FDP will daran jetzt etwas ändern. 

Kreisverkehr am Kreishaus. Zwischen 15 Uhr und 16 Uhr, aber auch schon morgens um 10 Uhr: Eigentlich geht nichts mehr. Autofahrer, die über den Kreisverkehr fahren, stellen sich auf eine Wartezeit ein. Radio an und dann „Stop-and-Go“. Auf der Friedrich-Ebert-Straße, der Viktoriastraße, der Hansastraße und auf der Kantstraße stehen die Autos. Manchmal bildet sich der Rückstau sogar bis auf den Ring. Irgendwann kommt man in den einspurigen Kreisel. Genau hier liegt laut der FDP das Problem. Mit einem Antrag wollen die Liberalen den Kreisverkehr am Kreishaus wieder zweispurig machen.

Warum will die FDP zurück zur Zweispurigkeit?

Die Situation am Kreisel hat sich, laut FDP, dramatisch verschlechtert. Man muss nur einmal zwischen 15 Uhr und 16 Uhr auf die Straßen rund um den Kreisverkehr schauen. Hin und wieder gibt es sogar Rückstau auf dem Ring bis weit vor dem Ringtunnel. Es handelt sich um eine Hauptverkehrsader. Auch morgens sind die Straßen rund um den Kreisel schon dermaßen verstopft, dass sich viele auf Wartezeit einstellen.

Über den Kreisel kommen Autofahrer von Unna-Innenstadt nach Massen und Königsborn. Weiterführend auch in Richtung Gewerbegebiet rund um die Autobahnauffahrt A1 und nach Kamen. Hinzu kommt das mittlerweile beschlossene Einkaufszentrum „Mühle Bremme“. „Der Verkehrsfluss in den Kreisel würde durch zwei Spuren erhöht. Dadurch würde auch für den Ausbau der „Mühle Bremme“ ein positives Signal gesetzt“, so die FDP im Antrag. Der Kreisverkehr ist einer der Knotenpunkte des Verkehrs in Unna.

Warum ist der Kreisverkehr einspurig?

Die Begründung ist einfach: zu viele Unfälle. Dabei handelte es sich nicht ausschließlich nur um Blechschäden, sondern auch um Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern. Der Kreisverkehr galt schlicht als „unübersichtlich“. Man hat 2014 das Thema Sicherheit voran gestellt und den Verkehrsfluss beschnitten.

Eine der Unfallgefahren waren die Zebrastreifen, die sehr nahe am Kreisverkehr liegen. Diese könnten, so die Liberalen, um zwei Fahrzeuglängen nach hinten verlegt werden. So würden Autos nicht in den Kreisverkehr ragen, wenn Fußgänger oder Radfahrer die Zebrastreifen überqueren.

Das Thema „Öffnung des Kreisverkehrs am Kreishaus auf zweispurige Zufahrt“ wird am Donnerstag (7. Dezember) im Haupt- und Finanzausschuss besprochen.

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