Donnerstag, 16. August 2018

Der Kreisverkehr an der Friedrich-Ebert-Straße sorgt immer wieder für Diskussionen. Fakt ist: Gerade zu Stoßzeiten bilden sich hier lange Staus bis hinein in den Ringtunnel. Der Vorschlag der FDP, den Kreisverkehr wieder zweispurig zu machen, wurde jetzt im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung abgelehnt. Doch es tauchte ein neuer Lösungsvorschlag auf.

Erst am Freitag (8. Juni) kam es im Ringtunnel zu einem schweren Unfall. Ein Auto raste im Tunnel in ein Stauende. Vier Menschen wurden verletzt. Staus und Unfälle häufen sich im Bereich der Kantstraße. Die FDP-Fraktion hat schon im vergangenen Jahr vorgeschlagen, den Kreisverkehr wieder – wie ursprünglich – auf zwei Spuren zu erweitern. Für eine zusätzliche Verschärfung der Situation könnte das neue Einkaufszentrum an der Mühle Bremme sorgen.


Im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung lehnte die Verwaltung den Vorschlag zunächst ab. Peter Niewrzedowski, Bereichsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung dazu: „Der Kreisel ist ein regelmäßiges Thema der Unfallkomission. Auf absehbare Zeit ist nicht vorgesehen, den Kreisel zweispurig zu machen.“

Lösung für den Kreisverkehr gewünscht, nur das „Wie“ ist unklar

Sven Albert von der FDP schien diese Absage nicht zu überraschen. Er betonte noch einmal, dass die FDP-Fraktion den Antrag nur eingebracht habe, um die Probleme rund um den Kreisverkehr beim Rat präsent zu halten. Er sagt: „Der Kreisel muss nicht unbedingt zweispurig sein, nur eine Lösung muss her.“

Damit fand er grundsätzlich die Zustimmung der anwesenden Ratsmitglieder. Allerdings zeigten sich diese nicht unbedingt begeistert von einer zweispurigen Lösung. Frank-Holger Weber von der CDU sagte zum Beispiel: „Meiner Meinung nach sind Aus- und Einfahrten zu eng beieinander. Der Kreisel ist zu klein für Zweispurigkeit.“

Führt das Verlegen des Zebrastreifens zu einer Lösung?

Michael Tietze von der SPD-Ratsfraktion kam daraufhin eine spontane Idee: „Es gibt ja inzwischen Verkehrsgutachten, das besagt: Die Berufsschüler, die die Viktoriastraße am Zebrastreifen queren, sind Hauptproblem. Wenn wir eine gute Lösung finden würden, den Übergang zu verlegen, das könnte man ja mal testen.“

Die Idee fand bei den Ausschuss-Mitgliedern Zustimmung. Allerdings dämpfte Rechtsdirektor Matthias Immick die Idee gleich wieder. „Diese Lösung könnte auf das Haushaltsproblem einzahlen.“ Denn die Verlegung des Zebrastreifens an der Viktoriastraße würde nicht günstig werden. Immick sagte außerdem, dass die Kosten für ein neues Verkehrskonzept der Mühle Bremme ja der Investor tragen könnte. Er bat die Ausschussmitglieder daher, abzuwarten.

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