Montag, 18. Dezember 2017

In der Oberen Roonstraße regen sich die Anwohner über den Durchgangsverkehr auf. Aus gutem Grund. Es handelt sich um ein Wohngebiet, in dem nur 30 km/h erlaubt sind. Die Stadt will der Oberen Roonstraße nun die Attraktivität für den Durchgangsverkehr nehmen. 

Die Unnaer Straße führt von der Innenstadt in Richtung Westen. Man hat als Autofahrer dann zwei Möglichkeiten. Rechts in Richtung Norden geht es auf der Kleistraße nach Massen. Links in Richtung Süden geht es auf der Massener Heide auf das Land oder etwas später dann in Richtung Westen auf der Chaussee in Richtung Holzwickede und Dortmund.

Breite Straße, gute Durchfahrt. Die Obere Roonstraße eignet sich super als Abkürzung. Foto: Dennis Liedschulte/Unna24

Besonders am Nachmittag staut sich der Verkehr an der Unnaer Straße. Viele Autofahrer haben sich dann eine dritte Option in den letzten Jahren herausgesucht: Die Obere Roonstraße. Das Problem: Es ist ein reines Wohngebiet und man darf eigentlich nur 30 km/h fahren. Die Stadt will dieses Problem nun lösen.

Warum nutzen Autofahrer die Obere Roonstraße?

Der Bereich um die Unnaer Straße und Kleistraße war vor einigen Jahren eine Stelle, an denen es immer wieder zu Unfällen kam. Autofahrer, die rechts und links abbiegen oder geradeaus weiterfahren wollen, haben mittlerweile nur noch eine Spur zur Verfügung. Das sorgt für Sicherheit und weniger Unfälle. Aber gleichzeitig auch für sehr viel Rückstau. Besonders Autofahrer, die in Richtung Süden auf die Massener Heide oder auf die Chaussee fahren wollen, nutzen die Obere Roonstraße

Warum ist das ein Problem?

Bei der Oberen Roonstraße handelt es sich um eine Wohnsiedlung. Man darf nur 30 km/h fahren. Im Mai 2017 gab es zwei Verkehrszählungen. Durchschnittlich fahren 200 Autos am Tag durch diese kleine Straße. Besonders zwischen 16 Uhr und 17 Uhr ist das Verkehrsaufkommen mit circa 40 bis 60 Fahrzeugen sehr hoch für diese enge Straße. Die Ergebnisse haben zudem gezeigt, dass viele Autofahrer mehr als 30 km/h fahren.

Was soll nun gemacht werden?

Die Stadt will nun Hindernisse in Form von Schildern ausfahren. Es handelt sich dabei nicht um Blumenkübel oder andere Kästen aus Beton, sondern um Schilder und eine verengte Fahrbahn. Autofahrer sind gezwungen, Slalom zu fahren. Die Stadt erhofft sich so, dass die Obere Roonstraße für Autofahrer unattraktiv wird.

Gibt es Alternativen?

Aktuell wohl nicht. Eine Möglichkeit wäre, die Unnaer Straße für Abbieger wieder auf mehr Spuren zu verteilen. Allerdings würde daraus dann wieder ein Punkt entstehen, an denen sich Unfälle häufen.

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