Dienstag, 17. Juli 2018

Die Stadtverwaltung Unna muss sparen. Aus diesem Grund nehmen aktuell Sparvorschläge und daraus resultierende Diskussionen einen großen Teil des politischen Lebens im Rathaus ein. Nun geht es am Mittwoch (16. Mai) im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung mit zwei Anträgen der FDP weiter. Thema: Rathaustreppe und Fußgängerzone.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung, der am Mittwoch (16. Mai) stattfindet, werden die Mitglieder zwei Anträge der FDP diskutieren. Die Liberalen wollen die Pläne zum „Neubau“ der Rathaustreppe verwerfen und dazu die Erneuerung der Fußgängerzone auf unbestimmte Zeit verschieben.


Die Stadtverwaltung Unna hat ein Problem mit ihren Finanzen. Bis zum Jahr 2020 ist sie gesetzlich dazu verpflichtet, schwarze Zahlen zu schreiben. Es gibt zahlreiche Vorschläge. Zwei davon sind Thema am Mittwoch im Ausschuss.

Ist ein Neubau der Rathaustreppe überhaupt notwendig?

Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist es für die FDP nicht vertretbar, den „Neubau“ der Rathaustreppe umzusetzen. Durch die Baustelle könnten zudem noch mehr Kosten auf die Stadt zukommen, die aktuell noch gar nicht eingeplant waren. Der Neubau, so die FDP, sei unnötig.

Schon im Februar hat Unna24 die Frage behandelt, ob die Rathaustreppe wirklich 325.000 Euro wert ist. Im Jahr 2017 waren für den Neubau noch knapp 250.000 Euro veranschlagt. Im Februar war dann von 325.000 Euro die Rede. Die FDP fürchtet zusätzliche Kosten und würde ein Stop der Pläne des Neubaus vorziehen.

Notwendig oder überflüssig. Der Neubau der Treppen am Rathaus. Foto: Daniele Giustolisi/Unna24

Projekt „Fußgängerzone“ vorerst verschieben

Auch die Erneuerung der Fußgängerzone soll vorerst gestoppt werden. Es sei, so die FDP, nicht vertretbar, das Projekt voranzutreiben. Die Liberalen fürchten ebenfalls eine Kostenexplosion bei den Baustellen.

Zudem sei die Fußgängerzone erst vor 25 Jahren erneuert worden. Das würde nach Recherchen der FDP bedeuten: Die anliegenden Geschäfte könnten nicht an den Kosten beteiligt werden. Alles müsste aus dem Portmonee der Stadt bezahlt werden. Die FDP würde das Projekt „Erneuerung der Fußgängerzone“ allerdings nur auf unbestimmte Zeit verschieben wollen.

Die Fußgängerzone ist das etwas zu alte „Wohnzimmer“

Der Wunsch, die Fußgängerzone optisch und funktionell auf den neusten Stand zu bringen, ist nicht neu. Schon seit einigen Jahren gleicht der Belag einer Buckelpiste. Nicht nur für ältere Menschen gibt es zahlreiche Stolperfallen. Es geht aber auch darum, das „Wohnzimmer Unnas“ vorzeigbarer zu gestalten. So formulierte es Wirtschaftsförderer Martin Bick in einem Gespräch über eben dieses Thema im Januar gegenüber Unna24.

FDP scheiterte mit Antrag zum Bornekampteich

Fußgängerzone und Rathaustreppe. Es sind nicht die ersten Vorschläge der FDP. Anfang des Jahres stießen die Liberalen mit der Erneuerung des Bornekampteiches schon eine Diskussion an. Sie schlugen vor, den Bornekamp-Teich zuzuschütten und dort eine Wiese gedeihen zu lassen. Gegen diese Pläne formierte sich ein Widerstand aus der Bevölkerung und teilweise von anderen Parteien. Im April wurde der Antrag abgelehnt. Die Stadtbetriebe haben ihre Pläne an der Erneuerung des Teiches (Kosten circa 400.000 Euro) fortgesetzt.

Kommentare

ANZEIGE