Dienstag, 21. November 2017

Schnell in den Supermarkt, in wenigen Minuten zur Schule, nur ein paar Meter zum Arzt – das wünscht sich doch eigentlich Jeder. Wie eine Studie des Regionalverbandes Ruhr (RVR) herausgefunden hat ist das in Unna möglich – wenn auch eher im Zentrum als in den Stadtteilen. 

Untersucht wurden unter anderem die Entfernung zu Kita, Grundschule, Bushaltestellen und zum nächsten Arzt sowie die Supermarktdichte in der gesamten Metropolregion Ruhr. Grundlage der neuen Analyse ist das Flächeninformationssystem Ruhr der RVR-Regional- und Raumplaner.

Die Bilanz des ruhrFIS-Monitoring – so der Fachbegriff – fällt positiv aus: Mehr als 80 Prozent der Menschen im Ruhrgebiet profitieren demnach von der guten Erreichbarkeit – ein großes Plus für die Standortqualität der Region.

„Die Untersuchungsergebnisse zeigen deutlich, dass das Ruhrgebiet als Stadt der Städte eine Metropole der kurzen Wege ist“, lautet das Fazit von Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel.

Ergebnisse der RVR-Studie für Unna

  • Grundschulen: Die nächste Grundschule ist durchschnittlich 677 Meter entfernt. 83,9 Prozent der Unnaer haben einen (Grund-)Schulweg unter einem Kilometer, 1,9 Prozent müssen eine über zwei Kilometer lange Anreise in Kauf nehmen.
  • Haus- und Kinderärzte: 928 Meter ist durchschnittlich der nächste Haus- oder Kinderarzt entfernt. 9,6 Prozent der Unnaer müssen sogar über zwei Kilometer weit fahren, 67 Prozent erreichen ihren Arzt in unter einem Kilometer.
  • Zahnärzte: Ein Zahnarzt kommt in Unna auf 1.285 Einwohner. Und die müssen im Schnitt 781 Meter weit laufen oder fahren. 80,1 Prozent der Unnaer erreichen den nächsten Zahnarzt in unter einem Kilometer, 12,6 Prozent müssen mehr als zwei Kilometer weit fahren.
  • S-Bahn oder Regionalzug: Nur 51,8 Prozent der Unnaer erreichen den nächsten Haltepunkt in unter einem Kilometer, durchschnittlich sind sie sogar 1.176 Meter weit unterwegs. 11,7 Prozent müssen sogar mehr als zwei Kilometer reisen.
  • Bus: Die nächste Bushaltestelle liegt bei den Unnaern quasi direkt vor der Tür, nämlich durchschnittlich nur 205 Meter entfernt. Und das gilt für 92,2 Prozent der Unnaer. Nur 1,4 Prozent sind weiter als zwei Kilometer von der nächsten Bushaltestelle entfernt.

Die Zahlen spiegeln die Struktur von Unna wieder. Auf der einen Seite ballen sich die Menschen im Ortszentrum. Hier gibt es auch keine Probleme. Im ländlichen Bereich wie Hemmerde oder Lünern ist es schwieriger. Hier ist die Infrastruktur nicht ganz so gut ausgebaut wie im Stadtzentrum.

In der Bewertung der Metropolregion insgesamt hat der Kreis Unna deshalb auch einen guten Gesamtwert erzielen können. Er belegt den dritten Platz in der Gesamtbewertung unter den Kreisen. 

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