Dienstag, 21. November 2017

Rund 14.000 Besucher waren dieses Jahr im Bornekamp-Freibad. Das sind knapp 4.000 weniger als im Vorjahr. Schuld daran war vor allem der verregnete Sommer. 

Für den Freibadverein bedeutet der Besucherverlust erst einmal keine Katastrophe. Denn er ist gut aufgestellt. Zwischen 80.000 und 90.000 Euro kostet der Freibadbetrieb Jahr für Jahr. „Ohne Spenden würde es nicht klappen“, so Kassenwartin Jessica Mense.

So sponsert eine Firma die Reinigung des Bads, eine andere schickt den Elektriker, wenn Bedarf ist. Den Großteil der Kosten frisst das Personal auf. Rund 40.000 Euro fallen dafür jährlich zu Buche. Wenn der Sommer besonders heiß ist, steigen diese Kosten, denn wenn mehr Menschen das Freibad besuchen, müssen auch mehr Leute für ihr Wohlergehen sorgen.

Keine Gefahr für das Freibad Bornekamp

„Wir merken auch, dass es immer weniger Ehrenamtliche gibt“, so Mense. Und es würde sich auch nicht abzeichnen, dass sich daran etwas ändert. Also muss der Verein anders reagieren und wird wohl im kommenden Jahr die Beiträge anheben. Das muss allerdings erst durch die Jahreshauptversammlung beschlossen werden.

Für das Freibad besteht aber erst einmal keine Gefahr: „Ja, wir machen weiter“, sagt Mense. Und für das kommende Jahr gibt es auch schon eine Menge Ideen, für die jetzt aber erst einmal Sponsoren gesucht werden.

Eine davon ist es, im Bereich der Lagerräume am Beckenende eine Sonnenterasse einzurichten, auf die sich die Besucher zurückziehen können. Eine schöne Ergänzung zu den Liegewiesen und den Sitzflächen rund ums Becken.

Wassertemperatur dauerhaft 24 Grad

Die zweite große Idee ist es, die Wassertemperatur dauerhaft auf 24 Grad Celsius zu halten. „Dadurch könnte man viel mehr Besucher bekommen“, so Mense. Denn die meisten Menschen würden nur zum Schwimmen kommen, wenn es warm und wolkenlos ist. Ein warmes Becken soll die Besucher auch bei wechselhaftem Wetter zum Schwimmen verführen.

Hierfür soll vielleicht ein Blockheizkraftwerk (BHKW) angeschafft werden. Diese Idee haben sich die Unnaer bei den Fröndenbergern abgeschaut. Und haben somit auch schon einen groben Kostenrahmen. Denn dort hat die Anschaffung eines BHKW um die 500.000 Euro gekostet. Allerdings für ein 50 Meter langes Becken.

„Das ist unser Traum“, sagt Jessica Mense und ist in Gedanken schon wieder beim Unnaer Weihnachtsmarkt, auf dem der Verein auf dem Kirchplatz wieder einen Stand haben wird. Und danach geht es schon fast wieder ans Anbaden und die schönste Zeit im Jahr – die Freibadzeit! 

Kommentare

ANZEIGE