Dienstag, 19. September 2017

Am Unnaer Bahnhof wird es bald bunt. Denn dann hält neben den weißen Eurobahnen und den roten Regionalzügen auch eine grüne S-Bahn, die euch direkt nach Dortmund bringt. Und das sogar häufiger als bisher! 

Die erste grüne Bahn fährt schon ab Mitte September. Insgesamt dauert die Umstellung aber noch etwas. Erst 2019 kommt mit den neuen Zügen auch ein neuer Fahrplan. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hatte sich den Betrieb der beiden S-Bahn-Linien S1 (Solingen bis Dortmund) und S4 (Unna bis Dortmund-Lütgendortmund) gesichert.

Neu sind die 48 Züge aber keinesfalls. Die Alten bekommen einen neuen Anstrich und werden auch von Innen neu gestaltet. Der VRR kauft der Bahn die Wagen einfach ab. Und auch sonst ist die Deutsche Bahn nicht ganz raus aus dem Zugverkehr auf den beiden Strecken. Sie wird sich weiter um die Instandhaltung der Fahrzeuge kümmern.

Und gefahren werden sie von wieder einem anderen Unternehmen und zwar von Keolis, die auch für den Betrieb der Eurobahn zuständig sind. „Für DB Regio NRW steht damit ein Rollenwechsel an“, sagt Andree Bach, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio NRW.

Der neue Look der S-Bahnen

Auch, wenn die Fahrzeuge die selben bleiben, an ihnen bleibt fast nichts wie es ist. Neben der grün-grauen Farbe der Züge werden von außen Symbole aus der Region die Wagen zieren. Übrigens: Die Entwickler halten die Farbe für unternehmensneutral, auch wenn natürlich jeder gleich an das grüne VRR-Logo denken wird.

Auch die Polster und Sitzbezüge werden erneuert und setzen mit bunten Farben Akzente im überwiegend in Grautönen gestalteten Innenraum. An den Fahrzeug-Enden sorgt der Tausch von jeweils vier Klappsitzen gegen Haltestangen außerdem für noch mehr Platz zur Mitnahme von Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern.

Die neugestaltete S-Bahn des VRR Foto: Deutsche Bahn AG
Foto: Deutsche Bahn AG

Zusätzlich soll es moderne Bildschirme geben, auf denen angezeigt wird, ob die Bahn Verspätung hat, welche Anschlüsse erreicht werden können – und so genannte Infotainment-Inhalte lassen bei den Fahrgästen keine Langeweile aufkommen. Auch über automatische Fahrgastzählsysteme verfügen die Züge künftig.

So ändert sich der Fahrplan

Zurzeit fahren beide S-Bahnen alle 20 Minuten. Dies soll sich ab 2019 ändern. In Hauptverkehrszeiten kommt die Bahn dann alle 15 Minuten, abends oder in den so genannten Nebenverkehrszeiten alle 30 Minuten. Auf nachfrageschwächeren Abschnitten fährt sie ebenfalls im 30-Minuten-Takt.

„In Verbindung mit den modernisierten Fahrzeugen und einer nachfrageorientierten Taktung ist dies ein weiterer Schritt hin zu einem qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten S-Bahn-Verkehr in der Region“, betont Martin Husmann die Bedeutung der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr.

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