Donnerstag, 16. August 2018

Ist der Poller am Königsborner Tor Fluch oder Segen für Radfahrer? Diese Frage stellte jetzt ein Einwohner im Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung. Als er und einige Ratsmitglieder ihn wohl eher als Fluch ansehen, reagiert die Verwaltung.

Für Fußgänger und Radfahrer ist das Königsborner Tor der einfachste Weg von der City in Richtung Kreishaus. Um die Stelle für Radfahrer sicherer zu machen, wurde dort im vergangenen Jahr ein Poller auf der Straße gebaut. Rund 10.000 Euro hat das gekostet. Der Gedanke dahinter: Weniger Autos, die die Friedrich-Ebert-Straße und Hammer Straße nutzen, um den Stau am Kreisverkehr zu umfahren.


Das hat bisher nicht so gut funktioniert, hat jetzt Jürgen Vollrath dem Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung in der Einwohnerfragestunde erklärt. Autofahrer, die jemanden in die Stadt oder zum Bahnhof bringen oder wieder abholen wollen, fahren bis zum Poller, halten dort und wenden. „Es ist eine Frage der Zeit, bis da ein Radfahrer angefahren wird“, so Vollrath.

Lieber ein Zebrastreifen, der zum Königsborner Tor führt?

Er habe selbst Buch geführt und den Verkehr an der Stelle beobachtet. Er forderte, den Poller wieder zu entfernen und durch einen Zebrastreifen mit angeschlossenem Radweg zu ersetzen. Dadurch sollen die Autofahrer gezwungen werden, vorsichtig zu fahren.

Margarethe Stratoff von der SPD: „Ich stimme voll zu. Das ist eine gefährliche Stelle, da stehen wirklich sehr oft Autos.“ Der städtische Rechtsderzernent Matthias Immick rief den anwesenden Ausschussmitgliedern in Erinnerung, dass der Poller sowohl untereinander als auch mit dem ADFC ausdiskutiert wurde.

Er gab zu bedenken, dass Verkehrsänderungen anfangs immer auf negatives Feedback stoßen würden. Allerdings versprach er, vor Ort den Verkehr zu beobachten. So soll herausgefunden werden, ob vielleicht doch Handlungsbedarf besteht.

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