Freitag, 22. Juni 2018

Der Kreis Unna beteiligt sich an der virtuellen Weltkarte, der OpenStreetMap. Mit dieser Karte sollen alle Ecken der Welt frei zugänglich im Internet zu sehen sein. Das ist zumindest die Idee. Unna überreichte am Freitag (9. März) die Luftaufnahmen. 

Sebastian Hellmann und Karsten Krantz vom Fachbereich Vermessung und Kataster Kreis Unna hatten die Ehre: Sie überreichten die Geodaten an Tobias Wendorff. Der 35-jährige Geographiestudent der Ruhr-Universität Bochum wird dafür sorgen, dass die Daten in die Map eingebettet werden. Der Fachbereich des Kreis Unna überfliegt regelmäßig den Kreis und hat deswegen auch aktuelle Luftbilder. Aber es können nicht einfach irgendwelche Bilder sein. Es müssen Senkrechtluftbilder, sogenannte Orthophotos, her. Diese werden dann in die Karte von OpenStreetMap (OSM) eingebaut.


Die Geodaten sollen bei der Erweiterung der Weltkarte OpenStreetMap helfen. Foto: Kreis Unna

Aber was ist OpenStreetMap überhaupt?

Die Idee zu einer virtuellen Weltkarte entstand 2004. Das Ziel ist eine frei zugängliche Karte, auf der weltweite Daten über Straßen, Eisenbahnen sowie Flüsse, Wälder und Häuser verzeichnet sind.  Es gibt zwar auch kostenlose Alternativen, wie Google Maps. Allerdings sind die an Bedingungen geknüpft. Beispielsweise darf die Karte von Google Maps nicht vielfach ausgedruckt und weitergegeben werden. Bei anderen Anbietern muss erst eine Lizenz gekauft werden, um eine Anfahrtsskizze auf der eigenen Homepage einzustellen. OSM dagegen ist frei zugänglich und dazu kann auch jeder mitmachen.

So sieht die OpenStreetMap aus. Foto: OpenStreetMap

Wer sich beteiligen will, kann das unter anderem mit „Mapping“ machen. Dafür sammelt man einfach mit einem GPS-Gerät Kartendaten und gibt diese dann bei OpenStreetMap ein. Durch die gesammelten Karten wächst die OpenStreetMap.

Ist OSM wirklich eine Weltkarte?

Es gibt nicht nur eine „einfache“ Weltkarte. Es gibt neun verschiedene Karten. Prinzipiell sind sie logischerweise gleich aufgebaut. Aber die Maps dienen unterschiedlichen Zwecken. Mit der OpenCycleMap zum Beispiel können Radfahrer ihre nächste Radtour planen. Dabei gibt es nicht nur Karten für das Festland. Auch eine OpenSeaMap für die Seefahrt ist im Angebot. Natürlich fehlen noch einige Orte, aber deswegen kann jeder mitmachen. Sollte jemandem auffallen, dass ein Ort noch fehlt, kann er diesen selbstständig einfügen.

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