Freitag, 07. Dezember 2018

Die SPD Bergkamen hat vorgeschlagen, einige Ampelmännchen durch Bergmännchen und Römer auszutauschen. Der Stadtrat stimmt am Donnerstag (22. November) darüber ab.

Die Idee ist nicht neu. Zuerst hatten im Oktober die Duisburger einige der EU-Ampelmännchen durch Bergmännchen ausgetauscht. Das wollen die Politiker in Bergkamen jetzt auch. Und sie haben noch eine Zusatzidee.

Ampelmännchen sollen Geschichte von Bergkamen erzählen

Denn Bergkamen hat nicht nur eine Bergbau-Vergangenheit, sondern ist auch mit der Römerzeit eng verbunden. Es gab im 11. Jahrhundert vor Christus ein Lager für die römischen Legionen, wie Ausgrabungen ergaben.

Um auch diesem Teil der Geschichte Tribut zu zollen, soll es einerseits ein Bergmann-Ampelmännchen geben und andererseits eines mit einem Römer. Die SPD Bergkamen schreibt dazu in ihrem Antrag: „Die vorgeschlagenen Motive symbolisieren die Verbindung der Stadt Bergkamen zu den zwei historisch bedeutsamsten und prägendsten Kapiteln der Stadtgeschichte.“

Römer-Vorlage muss noch entwickelt werden

Während für den Bergmann die Vorlage aus Duisburg genutzt werden kann, muss der Römer erst noch entworfen werden, wie der WDR berichtet.

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Die neuen Ampelmännchen sollen nicht an jeder Fußgängerampel in der Stadt zu finden sein, sondern nur an markanten Orten. Ein Vorschlag ist zum Beispiel die Ampel beim Stadtmuseum, so der WDR.

Bergmann-Ampelmännchen sind ein Schnäppchen

Wenn alle Ampeln geändert werden würden, könnte das auch zu Problemen führen. Denn nur die „normalen“ Ampelmännchen sind laut Straßenverkehrsordnung zulässig. Sollte es einen Unfall mit den Bergmann- und Römer-Ampelmännchen geben, haftet das Straßenverkehrsamt der Stadt.

Hohe Kosten haben die Bürger in Bergkamen übrigens nicht zu erwarten. Für die Bergmännchen muss nur eine entsprechende Folie geklebt werden. Und die kostet laut WDR-Recherchen nur rund sieben Euro.

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