Donnerstag, 06. Dezember 2018

Treibt in Unna ein Katzenmörder sein Unwesen? Das jedenfalls behaupten nun Katzenbesitzer gegenüber dem Hellweger Anzeiger, deren Tiere entweder tot oder verschwunden sind.

Haustiere machen glücklich. Wissenschaftler haben das längst bewiesen. Katzen und Hunde geben ihren Haltern Nähe, Wärme und das Gefühl, gebraucht zu werden. Umso schlimmer ist es deshalb, wenn die Tiere plötzlich einfach nicht mehr da sind.

Zwei Katzen in zwei Jahren verschwunden

Genau so erging es Britta Discher mit ihren Katzen: Innerhalb von zwei Jahren verschwanden zwei ihrer Tiere. Eines fand sie tot in einem Straßengraben im ländlichen Norden von Unna-Lünern. An einen Unfall mit einem Auto glaubt Discher nicht. Das Tier wurde „eindeutig erschlagen“, sagt sie dem Hellweger Anzeiger in Unna.

Katzen kamen schon vorher verstümmelt nach Hause

Bereits vor seinem Verschwinden tauchte ein Kater von Britta Discher zweimal hintereinander mit verdächtigen Verletzungen zuhause auf. Beide Male hatte er eine offene Fleischwunde am Schwanz.

Einer von Dischers Vierbeinern hatte derart schlimme Verletzungen, dass der Tierarzt den Schwanz amputiert musste. Für Katzen, die ihren Schwanz für das Gleichgewicht, beim Klettern und kommunizieren brauchen, ist dies ein erheblicher Eingriff.

Doch mittlerweile sind Dischers Katzen weg, verschwunden oder tot. Neben der Trauer um die geliebten Haustiere macht sich in der Nachbarschaft auch Verunsicherung und Sorge breit.

Angst vor Katzenmörder ist groß

Dischers Nachbarin Alexandra Sommer sagte dem Hellweger Anzeiger: „Es traut sich hier keiner mehr, eine Katze anzuschaffen“. Die Angst, dass das Haustier erneut gequält und getötet werden könnte, sei zu groß.

Britta Discher will den Tod ihrer Tiere nicht einfach so hinnehmen. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Polizeisprecherin

Vera Howanietz bestätigt gegenüber unserer Redaktion, dass eine solche Anzeige im August eingegangen ist. Sie betont aber: Es gibt nur eine solcher Anzeigen. „Wir wissen nicht von mehreren Tieren“, stellt sie klar. Zudem bedeute nicht jede verletzte oder verschwundene Katze, dass eine Straftat vorliegt.

Zusammenhang mit Katzenhasser

Trotzdem: Im Fall von Dischers Katze, die tot im Straßengraben lag, könnte es einen Zusammenhang mit einem als Katzenhasser bekannten Mann geben. Denn ein Jahr zuvor, so sagte es Britta Discher der Polizei, habe dieser ihr gesagt, er würde Katzen töten. Genauer gesagt: Er würde eine Katze erschlagen und im Straßengraben liegen lassen. Ein Jahr später ereilte genau dieses Schicksal Dischers Tier.

Der Fall geht nun an die Staatsanwaltschaft Dortmund, die über weitere Ermittlungen entscheidet.

Dieses Thema erschien zuerst beim „Hellweger Anzeiger“ unter dem Titel „Mehrere Katzen in Unna-Lünern verletzt und getötet“. Den Artikel dazu findet ihr hier

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