Sonntag, 18. November 2018

Um drei Uhr morgens kam Dr. Robin Banerjee nach einem 15-stündigen Flug in Neu Delhi, Indien, an. Vier Stunden später holte ihn sein Team ab, mit dem er die nächsten fünf Tage verbringen würde.

Denn Banerjee kam mit einer Mission ins Land: Er wollte die Zeit in dem Heimatland seines Vaters damit verbringen, Menschen die medizinische Hilfe zu geben, die sie dringend benötigen. In Neu Delhi, in einem zwölf Quadratmeter großen Medical Center, empfing er im September innerhalb von fünf Tagen 700 Patienten.

Die Dankbarkeit der Menschen ist Banerjees Lohn

Der Facharzt behandelt dort nicht nur Kranke, er zeigt Medizinern vor Ort auch, wie sie so manche Krankheiten selber in den Griff bekommen können.

Geld bekommt er für seine Arbeit nicht. Auch den Flug und die Unterkunft zahlt der Unnaer selber. Sein Lohn, so sagte er es dem „Hellweger Anzeiger“, ist die Dankbarkeit der Menschen, denen er hilft.

„Die Leute sind so dankbar und strahlen wirklich über beide Backen weil sie wissen, dass Ihnen geholfen wird“, erzählt Barnerjee dem „Hellweger Anzeiger“ mit leuchtenden Augen.

Ihm sei klar, dass er mit seinen Taten nicht die Welt verändern könne. „Aber man tut etwas Gutes. Eigentlich nur eine Kleinigkeit, die für die Leute aber einen Unterschied macht.“

Medizinische Versorgung können sich in Indien nur die Reichen leisten

Obwohl die Wirtschaft Indiens boomt, bekommen dreiviertel der Bevölkerung davon nicht sehr viel mit. Ungefähr jeder vierte Inder ist noch immer Analphabet.

Laut dem „Deutschen Ärzteblatt“ ist der Impfschutz indischer Kinder einer der niedrigsten weltweit. Die Rate der unterernährten Kinder ist dagegen weltweit einer der höchsten.

Wer zahlen kann, dem steht medizinische Versorgung im Übermaß zur Verfügung. Der größte Teil der Bevölkerung hat aber schlichtweg nicht das Geld, um krank zu werden.

Die private Krankenversicherung durch den Staat, die es für ärmere Bevölkerungsteile gibt, deckt nicht alle Kosten ab. Deshalb sind ärztliche Hilfsorganisationen und dazugehörige Ärzte wie Robin Banerjees so wichtig und gefragt.

Diese Geschichte erschien zuerst im „Hellweger Anzeiger“. Mehr zu Dr. Banerjees Arbeit in Indien findet ihr beim „Hellweger Anzeiger“.

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