Dienstag, 16. Oktober 2018

Wie viele Kilometer habt ihr mittlerweile beim diesjährigen Stadtradeln gesammelt? Am Dienstag (12. Juni) bekommt ihr die Möglichkeit, noch ein paar Meilen mehr auf euer Tacho zu kriegen. Die Unnaer Bike-Night mit Lichtkunst-Führung steht vor der Tür.

Radeln für die Umwelt: Seit die Aktion „Stadtradeln“ am 3. Juni startete, holen Unnaer für 20 Tage das Fahrrad aus der Garage und treten in die Pedale für eine sauberere Umwelt. Nun kündigte die Stadt eine weitere „Stadtradel“-Tour an.

Packt die Lichterketten aus!

Was erwartet euch also bei der Unnaer Bike-Night? Nun, dass die Veranstalter das Lichtkunstzentrum als Startort gewählt haben, ist kein Zufall. Auch die Fahrradnacht soll nämlich Lichtkunst beinhalten. Die Organisatoren wünschen sich: Je bunter, je beleuchteter ein Fahrrad ist, desto besser. Die Lichterketten braucht man sonst schließlich eh nicht mehr vor Dezember. Auch Schmuck, Musik und Statements zum Radverkehr hier in Unna sind willkommen. Um 21 Uhr treffen sich dann die Unnaer Radler auf besagtem Lindenplatz. Ab 21:15 dürfen Interessierte an einer kostenlosen Führung durch das Lichtkunstzentrum teilnehmen.

Nach dem Museumsbesuch geht es dann um 22 Uhr weiter mit der Lichterfahrt in die Dämmerung. Etwa eine Stunde lang radeln die Teilnehmer auf breiten, beleuchteten Wegen durch das Stadtgebiet. Wer im Anschluss noch Lust auf etwas Gesellschaft hat, kann für ein Bier – oder Wasser – mit in die Kneipe Schalander kommen.

Fahrräder raus, Auto rein in die Garage. Die Unnaer Stadtradler sind fahren am Dienstag mit beleuchteten Rädern in die Dämmerung hinein.  Bild: Lena Heising

Der Freiherr auf dem hölzernen Laufrad

Bereits letztes Jahr veranstaltete der ADFC eine Unnaer Bike-Night – die erste dieser Art. Anlass ist war der 200. Geburtstag des Fahrrades. Denn am Dienstag vor genau 201 Jahren fuhr der Freiherr Karl von Drais das erste Mal mit einem hölzernen Laufrad durch die Öffentlichkeit. Das Gefährt, die Draisine, wurde nach ihm benannt. Dieser Tag wird als Geburtstag der Erfindung des Fahrrads gehandelt. Heute, über 200 Jahre später, ist das Fahrrad das ressourcensparendste und klimafreundlichste Verkehrsmittel. „Jedes Fahrrad mehr ist auch ein Auto weniger. Weniger Autos bedeuten weniger Feinstaub, geringeren Lärm und eine Verkürzung der Staus“, sagt Werner Wülfing, Vorsitzender des ADFC Kreisverbandes Unna.

Unna nimmt dieses Jahr schon zum 5. Mal an dem sogenannten Stadtradeln teil. Daran können alle Menschen teilnehmen, die in Unna wohnen, arbeiten, studieren, zur Schule gehen oder hier einem Verein angehören. Drei Wochen lang soll man möglichst viel auf das Auto verzichten und stattdessen auf das Fahrrad steigen. Unna ist nicht die einzige Stadt mit dieser Aktion: Auch andere Kommunen radeln momentan für die Umwelt. Dadurch entsteht ein Wettbewerb, wer am meisten C02 einspart. Letztes Jahr erradelten 1.612 Teilnehmer in Unna 239.549 Kilometer und sparten so 34 Tonnen C02.

 

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