Mittwoch, 17. Oktober 2018

Zurzeit gilt in einem Bereich auf der B1 Tempo 50 – sehr zur Freude der Anwohner. Allerdings ist das nicht so, weil es immer wieder Bürgerbeschwerden und Unterschriftenlisten gab. Vielmehr entsprechen die Kreuzungen nicht den neuen Regeln der Straßenverkehrsordnung. Aber kann es nach dem Umbau nicht dabei bleiben?

Die Unnaer sind unzufrieden mit ihrer B1. Zu laut, zu schnell, nicht fußgängerfreundlich. So lassen sich die drei Anregungen an den Rat der Stadt zusammenfassen. Zusätzlich dazu wurde kurz vor Beginn des Ausschusses für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung noch eine Unterschriftenliste abgegeben, in der nachts ein Tempolimit von 50 gefordert wird.

Viele der Anträge sind aber schon älter und die Stadtverwaltung war nicht untätig. Bereits im Februar hat es ein Spitzengespräch mit dem Landesbetrieb gegeben. Seitdem ist klar: Tempo 50 ist langfristig nicht drin, zumindest nicht so lange die B1 als Bundes- und nicht als Landesstraße ausgewiesen ist.

B1 ist Bundes- keine Landesstraße – das ist ein Problem

Das könnte sich mit Ausbau der A44 ändern, aber der startet frühestens 2024. Bis dahin sind aber die Arbeiten an den Ampelkreuzungen schon längst abgeschlossen und zwar 2019. Und dann sind die Probleme wieder da.

Das ändert sich an den B1-Kreuzungen

Zwischen Hertinger Straße und Kessebürener Weg gibt es auf der B1 drei Ampelkreuzungen. Die Rechtsabbiegespuren gelten als unfallanfällig, egal ob von oder auf die B1. Grund dafür sind die so genannten frei fliegenden Rechtsabbieger. Übersetzt bedeutet das: Die abbiegenden Autofahrer müssen die Vorfahrt beim Abbiegen einhalten. Eine Ampel gibt es für Rechtsabbieger nicht.

Das ist nicht mehr zeitgemäß und soll sich jetzt ändern. Derzeit laufen die Planungen, die in diesem Jahr abgeschlossen sein sollen. Im kommenden Jahr dann beginnen die Bauarbeiten, die ebenfalls 2019 abgeschlossen sein sollen.

Unter Umständen sollen auch die Linksabbiegerspuren geändert werden, da auch diese derzeit nicht mit einer eigenen Ampel gesteuert werden, sagte Straßen.NRW gegenüber dem Hellweger Anzeiger.

Über die Beschwerden der Unnaer wird deshalb wohl auch weiterhin in den Ausschüssen diskutiert werden. Vor allem das geforderte Nachtfahrverbot für Lkw auf der B1 dürfte noch häufiger besprochen werden. Indes gibt Karl Dittrich (Bündnis 90/Die Grünen) dem Ausschuss noch mit: „Wir sollten da weiter hart bleiben als Ausschuss und nach Abschluss der Bauarbeiten könnten wir uns ja vielleicht darauf einigen, dass es bei dem Tempolimit bleibt. Wir haben das schon mal überfraktionell hingekriegt und das würde ich mir sehr wünschen.“

ANZEIGE