Donnerstag, 06. Dezember 2018

Die Stadt Unna nimmt erneut Bodenproben auf dem Gelände des Königsborner Kleingärtnervereins, um auszuschließen, dass das Grundwasser belastet ist. Tief im Boden wurde bereits ein Stoff entdeckt, der Bestandteil von Erdöl ist.

Bei den Schrebergärten Herrmannstraße des „Kleingärtnervereins Königsborn e.V.“ müssen neue Bodenproben entnommen werden. Es soll geklärt werden, ob durch die belasteten tiefen Bodenschichten auch das Grundwasser gefährdet ist. Erste Proben aus dem Jahr 2017 zeigten, dass es keine Gefahr durch Schadstoffe gäbe.

Um auch langfristige Gefahren für das Grundwasser auszuschließen und das Ausmaß der ermittelten PAK-Belastung (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) festzustellen, entnimmt die Stadt nun aus tiefer liegenden Bodenschichten Proben.

Erdöl-Bestandteil im Boden entdeckt

Die Stadt Unna hat die oberen Schichten des Bodens bereits untersuchen lassen. Dort sollen keine bedenklichen Stoffe festgestellt worden sein.

Beunruhigend seien erste Untersuchungen weiter unten im Boden, denn dort seien punktuell sogenannte Mineralölkohlenwasserstoffe festgestellt worden. Diese findet man normalerweise im Erdöl. Durch Benzin, Kerosin, Diesel-, Heiz- oder Schmieröl könnte der Stoff in die Erde gelangt sein.

Auf Müll gebaut

Auch die Lage des Kleingartenvereins kann eine Rolle spielen, denn die Kleingartenanlage wurde in den 70er Jahren (mit Wissen der Beteiligten) auf einer Deponie für Hausmüll, Bauschutt und industrielle Abfälle errichtet.

Doch seit 1964 haben sich die Gesetze zur Gefahrenabwehr und Altlasten stark verändert. Deshalb will die Stadt Unna die Fläche nun gründlich untersuchen lassen.

Die Proben werden in enger Absprache zwischen dem Kleingartenverein, dem beauftragten Unternehmen und der Kreisstadt Unna genommen.

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