Sonntag, 20. Januar 2019

Die Entscheidung ist gefallen: Am Dortmunder Flughafen dürfen auch nach 22 Uhr Flugzeuge landen. Neben der andauernden Lärmbelästigung für Anwohner erregt ein weiteres Thema die Gemüter: Es geht um den neuen Standort der Hellweg-Realschule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbades Massen.

Der eigentliche Plan war es, die Hellweg-Realschule an der Königsborner Straße zu sanieren. Die Sanierung des über 50 Jahre alten Gebäudes wäre jedoch sehr aufwendig und vor allem teuer gewesen. Schließlich traf die Stadtverwaltung doch den Entschluss, die Schule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbades in Unna-Massen neu zu bauen.

Sehr zum Ärger der Grünen in Unna. Sie kritisieren die Stadt sowie CDU und SPD, die für einen Neubau auf der alten Schwimmbad-Fläche gestimmt hatten. Der Standort liegt neben der Einflugschneise des Dortmunder Flughafens. Zuvor hatte man seine Bedenken in Bezug auf eine mögliche gesundheitliche Schädlichkeit des Flugverkehrs auf den Massener Ortsteil geäußert. Ein Widerspruch, wie die Grünen finden. Sie wollen sich mit dem Beschluss der Stadtverwaltung nicht abfinden.

Die Zeit, einen anderen Standort zu suchen, ist da

„Die Zeit hätte gereicht, intensiver nach einem geeigneteren Standort zu suchen, ein Wille dafür war im Rat der Kreisstadt Unna nicht erkennbar“, heißt es in einer Pressemitteilung der Unnaer Grünen-Fraktion. Man wolle die Zeit bis zur Realisierung nutzen, um einen Alternativstandort für die Hellweg-Realschule zu suchen. Das Bündnis ist davon überzeugt, dass die vorhandene Lärmbelästigung durch den Flugverkehr einen negativen Einfluss auf den Lern-Alltag der Kinder hat.

Laut Pressemitteilung gäbe es nun, nachdem die Entscheidung für den Neubau längst getroffen wurde, vereinzelt Einsicht unter den Ja-Stimmern. „Wir haben dem Rat verschiedene andere Standorte in Massen vorgeschlagen. Diese wurden auch thematisiert, in unseren Augen jedoch nicht intensiv genug“, sagt Carsten Hellmann, Fraktions- und Parteigeschäftsführer der Grünen Unna gegenüber Unna24. Diese Alternativstandorte befänden sich in Privatbesitz, was jedoch kein Hindernis sei.

Grüne wünschen sich öffentlichen Aufruf

Die Grünen könnten sich außerdem durchaus vorstellen, dass man einen öffentlichen Aufruf starte. „Vielleicht hat jemand eine Idee oder weiß von einem geeigneten Grundstück“, so Hellmann.

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