Montag, 24. September 2018

Am Mittwoch (15. Mai) diskutiert der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auf der Kleistraße. Nicht zum ersten Mal ist das in der Stadt Unna ein Thema.

Die Initiative geht von den Einwohnern in Massen aus, die sich auf der Kleistraße ein Tempolimit von 30 km/h wünschen. Ortsvorsteher Peter Kracht spricht von aktuell 122 Unterschriften, die sich im Laufe der letzten Zeit gesammelt haben. „Die Bürger wollen das Tempolimit“, sagt Kracht und kann die Situation sehr gut verstehen.


„Die Kleistraße hat eine Kurve, Verkehrsinseln und es geht in Richtung Massener Hellweg bergab. Da kann es schon einmal vorkommen, dass einige Autofahrer zu schnell fahren. Dadurch können Gefahren entstehen“, sagt Kracht.

Erhöhte Geschwindigkeit bedeutet immer Gefahr

Die Probleme auf der Kleistraße setzten sich aus einem hohen Verkehrsaufkommen, Lärm und überhöhter Geschwindigkeit und einem daraus resultierenden Sicherheitsbedenken zusammen. Die Kleistraße verbindet die B1 (Richtung Dortmund und Unna) und die Unnaer Straße (in Richtung Innenstadt) mit dem Massener Hellweg, der in Richtung Wickede, Kamen und ebenfalls Innenstadt führt. „Ausschlaggebend waren mehrere Schilder, die von Autofahrern umgefahren worden sind“, sagt Kracht.

Bisher ist nur auf der Iserlohner Straße Tempo 30

Eine Bewohnerin kam auf den Ortsvorsteher zu und berichtete über die Schilder auf den Verkehrsinseln im Bereich des örtlichen Supermarktes. Die sind zwar mittlerweile wieder aufgestellt. Doch gibt es mehrere Berichte von Anwohnern über Autos, die zu schnell fahren. Ein weiterer Punkt kommt noch hinzu. „Im Lärmaktionsplan steht geschrieben, dass für die Anwohner der Kleistraße ein Tempo 30 am besten wäre“, sagt Kracht.

Lärmaktionsplan – Übersichtsplan der Maßnahmen in Unna. Grafik: Stadt Unna

Nicht zum ersten Mal ist das Tempolimit Thema

„Bisher hat die Initiative um die 122 Unterschriften gesammelt. Ich als Ortsvorsteher unterstütze diesen Bürgerantrag“, sagt Kracht. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass die Chancen nicht unbedingt gut stehen. Denn im Jahr 2015 diskutierten Vertreter von der Stadt Unna und von Straßen.NRW schon einmal über ein Tempolimit von 30 km/h.

Die Verwaltung wollte das Tempolimit auf der Kleistraße (sowie auf der Friedrich-Ebert-Straße, der Uhlandstraße, der Iserlohner Straße und dem Massener Hellweg) durchsetzten. Doch Straßen.NRW (als Straßenbaulastträger) war und könnte auch im Jahr 2018 dagegen sein.

Die Sorgen der Bürger ernst nehmen

Der Ortsvorsteher schlägt vor, den Bürgerantrag auf den Amtsweg direkt an die Direktion von Straßen.NRW zu leiten. „Selbst wenn die  Chancen nicht so gut stehen. Wir bitten Straßen.NRW darum, sich mit der von den Anwohnern geschilderten Situation auseinanderzusetzen und die Wünsche und Sorgen zu respektieren.“, sagt Kracht.

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