Dienstag, 16. Oktober 2018

87 Bürger und der Ortsvorsteher von Massen, Peter Kracht, wünschen sich die Einführung von Tempo 30 auf der Kleistraße. Bisher herrscht dort überall Tempo 50. Die Stadtverwaltung findet das ausreichend, zumal die Straße schon jetzt durch zahlreiche Zebrastreifen und Verkehrsinseln unterbrochen wird. 

Die Kleistraße in Massen ist viel befahren. Aber für Lkw ist die Straße eigentlich zu schmal. Vor allem, wenn diese mit hohem Tempo unterwegs sind. Das ist beispielsweise am umgefahrenen Vorfahrtsschild direkt vor dem Edeka erkennbar. Im Bürgerantrag schildert Peter Kracht das Problem so: „Auch ist nicht auszuschließen, dass einige der Schilder bei der Belieferung des Edeka-Marktes mit Lastwagen ‚angefahren‘ worden sind.“

Im Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit und Ordnung meldeten sich vor allem die Massener zu Wort. „In dem Bereich gibt es eine Querungshilfe und die müssen da zurücksetzen und fahren dabei die Schilder schräg. Vielleicht könnte man die Querungshilfe mit einem Zebrastreifen ersetzen?“, fragte Rainer Engel von der CDU.

Zusätzlicher Zebrastreifen ergibt keinen Sinn

Diesem Vorschlag erteilte Hans Kaufmann von der Stadt eine Absage: „Einen zusätzlichen Zebrastreifen kriege ich da nicht hin. Die einzige Chance, die wir haben, ist die Beschilderung irgendwie anders zu installieren und vielleicht in die Beete reinzugehen.“

Rainer Engel regte daraufhin an, einen der Zebrastreifen zurückzubauen und einen anderen vor dem Edeka zu installieren. Das wäre anscheinend eine Möglichkeit, räumte Kaufmann ein.

Eventuell gibt es Hoffnung

SPD-Mann Michael Tietze erklärte, dass die Geschwindigkeit durch die Verkehrsinseln und Zebrastreifen sowieso schon von der Straße genommen würde. Und er sagte außerdem, dass die rechtlichen Voraussetzungen für Tempo 30 nicht vorliegen würden. Denn bei der Straße handelt es sich um eine Landesstraße. Und die wiederum wird nicht von der Stadtverwaltung, sondern von Straßen.NRW betreut.

Einen Hoffnungsschimmer für Tempo 30 gibt es aber doch. Und zwar ist auf der Kleistraße auch ein Kindergarten zu finden. Nach der Reform der Straßenverkehrsordnung darf bei Gefahrensituationen vor Kindergärten und Schulen Tempo 30 eingeführt werden. „Das würden wir hier vorschlagen“, sagt Rechtsdezernent Matthias Immick.

 

 

ANZEIGE