Dienstag, 16. Oktober 2018

Auch 2018 gibt es in Unna wieder verkaufsoffene Sonntage. Und zwar insgesamt drei Stück, wenn es bei den derzeitigen gesetzlichen Regelungen bleibt. Wir sagen euch, wann ihr sonntags shoppen gehen könnt.

Die derzeitigen Voraussetzungen für einen verkaufsoffenen Sonntag sind einfach: Eine Traditionsveranstaltung muss den Rahmen geben, um die Geschäfte öffnen zu können. Das ist im Ladenschutzgesetz NRW festgehalten. Diese Traditionsveranstaltungen können Feste, Märkte oder Messen sein.

Und von denen hat Unna 2018 eine ganze Menge zu bieten. Allerdings gibt es eine weitere Einschränkung. Höchstens viermal im Jahr darf ein Fest als Anlass für einen zusätzlichen Verkaufstag genommen werden. In Unna gab es jahrelang vier verkaufsoffene Sonntage. Bis das Gesetz verabschiedet wurde. Denn eine Sonntagsöffnung beim Möbelhaus Zurbrüggen fand keinen geeigneten Anlass und wurde vorsorglich gekippt.

Übrig geblieben sind die folgenden verkaufsoffenen Sonntage in 2018:

  • 8. April zum Westfalenmarkt
  • 30. September zur Autoschau, Street Food Markt und interkulturelle Woche
  • 2. Dezember zum Weihnachtsmarkt

Ob diese allerdings tatsächlich stattfinden, wird meist in letzter Minute vom Unnaer Stadtrat entschieden. „Wir mussten auch in der Frage der Genehmigung auf die Rechtslage reagieren und haben uns jetzt für eine Einzelfallentscheidung entschieden“, sagte Stadtsprecher Oliver Böer bereits im November gegenüber Unna24.

Verkaufsoffener Sonntag ist Bestandteil des NRW-Koalitionsvertrages

Das könnte sich aber schon bald wieder ändern. Denn die Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass sich bei den verkaufsoffenen Sonntagen wieder etwas ändern soll. Bis zu acht Stück sollen damit möglich werden. Allerdings gibt es zurzeit noch keine ernsthaften Bestrebungen, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Falls es aber soweit kommen sollte, wird der Landtag sicherlich mit heftigem Widerstand der Kirchen und Gewerkschaften rechnen müssen. Verdi prüft schon jetzt jeden einzelnen verkaufsoffenen Sonntag in Nordrhein-Westfalen und gibt dazu ein Statement ab. Rainer Kajewski (Gewerkschaft Verdi) stellte im November fest, dass die Zeiten, in denen die verkaufsoffenen Sonntage die Kunden in die Läden gespült haben, vorbei sind.

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