Mittwoch, 17. Oktober 2018

Achtung Glättegefahr. Noch hat uns der Winter fest im Griff. Glatte Straßen und Gehwege sind für Fußgänger und Autofahrer stets eine Gefahr. In Unna sorgt ein kleines Team der Stadtbetriebe mit einem in der Region einzigartigen Kontrollsystem für Sicherheit auf den Straßen. 

Aktuell ist es in den Nächten in Unna und Umgebung noch immer bitterkalt. Minustemperaturen sind nicht ungewöhnlich. Der Frühling kündigt sich erst Ende Februar zum ersten Mal im Jahr 2018 an. Bis dahin bleibt es dabei: Leere Autobatterien, Scheiben kratzen und vor allen Dingen glatte Straßen. In Unna kämpft ein Team der Stadtbetriebe gegen Straßenglätte. Dabei greifen sie auf ein ausgearbeitetes Kontrollsystem zurück.

Bereitschaftsdienst kontrolliert wichtige Punkte in Unna

„Schnee ist natürlich in diesem Winter nicht das Problem. Trotzdem sind wir regelmäßig bei so einem Wetter draußen, um zu kontrollieren“, erklärt Uwe Niederheidt von den Stadtbetrieben Unna. Die Kontrollen sind letztendlich ausschlaggebend dafür, ob die Streufahrzeuge zum Einsatz kommen oder in der Garage bleiben.

Glätte stellt die Städte immer wieder vor eine große Herausforderung. Foto: Patrick Seeger/dpa

Die Stadtbetriebe Unna informieren sich über das Wetter und bekommen aktuelle Wetterwarnungen und Temperaturprognosen zugeschickt. „Wir kontrollieren wichtige Punkte in der Stadt und in den Vororten und entscheiden dann erst, ob wir mit den Streufahrzeugen herausfahren oder nicht“, erklärt Ralf Calovini (Bereichsleitung Grünflächen/Straßen).

Nicht jeden Tag fahren Fahrzeuge raus

Im Normalfall sieht ein Wintertag im Team von Calovini und seinen beiden Kollegen folgendermaßen aus: Wenn die Temperaturen in der Nacht rund um den Gefrierpunkt sind, kontrolliert ein Mitarbeiter am frühen Morgen (zwischen 2.30 Uhr und 4 Uhr) mehrere Orte in der Stadt Unna. „In der Innenstadt sind das die Fußgängerzone, der Busbahnhof und die Taxistände, die Eselsbrücke in Richtung Bornekamp und die Treppe am Hotel Katharinenhof. Natürlich gibt es in jedem Stadtteil noch weitere Kontrollpunkte“, sagt Calovini. Bei solchen Kontrollen wissen die Mitarbeiter dann Bescheid. Denn wenn es an diesen Orten glatt ist, herrscht Gefahr.

Dann informiert der Mitarbeiter im Bereitschaftsdienst die anderen Kollegen. Diese fahren dann mit den Streufahrzeugen raus und sorgen für sichere Straßen. „Das Kontrollsystem der Stadtbetriebe Unna ist etwas Besonderes. Wir fahren nicht jeden Tag raus. Durch unsere Kontrollen können wir das gut einschätzen“, sagt Calovini.

Straßen in Prioritäten unterteilt

Dirk Weischede (ebenfalls Grünflächen/Straßen) erklärt: „In manchen Kommunen informiert die Polizei über gefährliche Straßen. Andere wiederum fahren konstant bei Minustemperaturen raus und streuen. Unsere Kontrollen vorab sind nach unseren Informationen in der Region einzigartig.“ Dadurch gestaltet sich die Arbeit der Stadtbetriebe effizient, schont die Umwelt und spart Ressourcen.

Die Mitarbeiter der Stadtbetriebe setzten bei diesen Kontrollen auf langjährige Erfahrung und haben die Straßen in Unna in verschiedene Prioritäten kategorisiert. Die höchste Priorität haben Schulwege und Hauptverkehrsstraßen. „Radwege und Nebenstraßen haben Priorität 3“, sagt Niederheit.

Für Gehwege sind Unna übrigens die Anwohner oder Gewerbeinhaber selbst verantwortlich. Ausführliche Informationen über glatte Gehwege und den Winterdienst in der Stadt Unna gibt es auf der Internetseite der Stadtbetriebe.

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